Hier kann man Kommentare und Rezensionen zum Büchlein lesen

Hallo Pirmin, gerne schreibe ich dir meine Gedanken zu deinem Buch, was du ja „Büchlein“ nennst. Erst einmal möchte ich dir ehrlich sagen, dass ich, nachdem ich es gelesen hatte, anfänglich gedacht „… wie soll das denn funktionieren…?“  Ich habe es bereits im August gelesen und brauchte jetzt doch ein paar Monate um über deine Ideen nachzudenken. Wie du weißt, bin ich Handwerker und nur wenig Pädagoge und noch weniger Soziologe und dennoch habe ich viel über deine Ideen nachgedacht. Jetzt wir des mir nach und nach immer deutlicher und klarer, woher deine Ideen kommen und warum du die Erwachsenenwerdung in die Ausbildung umdenkst. Ich weiß nicht wie ich das jetzt schreiben soll. Ich verstehe dein Buch jetzt so, dass du vom Ziel aus gedacht hast. Was braucht der Garten- und Landschaftsbau zukünftig für eine Art von Gesellen oder Meistern?  Ich stimme dir da voll zu, wenn du sagst, dass wir mitdenkende Mitarbeiter brauchen. Welche die Verantwortung tragen können und wollen. Wir brauchen keine „Ja“-Sager sondern eigenständig denkende und Probleme lösende Landschaftsgärtner. Es ist sicher auch richtig, dass wir mit dem heutigen Ausbildungssystem dies nicht erreichen werden. Es scheint mir nach deinem Buch auch nachvollziehbar, dass wir bereits in der Schule anfangen müssen, etwas zu ändern. Jetzt wo ich dein Buch gelesen habe, habe ich auch mal mit Lena und Max gesprochen. Es hat mich sehr überrascht, dass beide viel schneller deiner Logik und Sichtweise folgen konnten. Beide haben dir vollkommen zugestimmt, was du über das Schulsystem geschrieben hast.
Je länger ich über dein Buch nachdenke, desto deutlicher wird mir deine Idee.
Dennoch muss ich ein wenig Wasser ins Feuer gießen. Ich glaube, das wird nichts. Es basiert ja alles auf Gesetzte, die kaum zu verändern sind. Weil man sie dann ja für alle verändern müsste und weil jeder in der Gesetzgebung  seine Fingerabdrücke hinterlassen möchte. Folge ist, dass ein Gesetz dann voller Kompromisse wäre. Von daher, so plausibel mir deine Ideen auch sind, glaube ich nicht, dass ein großer Wurf möglich sein wird.

Grüße an dich
Torsten

Hallo Kollege, ich darf Sie doch so bezeichnen? Denn wie ich das sehe, sind Sie auch Ausbilder.
Woher wissen Sie, daß auch ich mich stets über die Lehrlinge beklage? Machen das alle Ausbilder? Ich habe nun aber nach dem lesen Ihres Buches beschlossen, mich nicht mehr zu beklagen. Die Begründung dafür liegt darin, daß ich bisher nie verstanden hatte, warum unsere Lehrlinge nicht mehr so ausbildungsreif sind, wie wir das erwarten. Wenn die Antwort in der Art unserer allgemeinen Schulen zu finden ist, dann müssen wir hier etwas verändern. Da scheint ja schon viel zu passieren. Bis dahin sollten wir mit mehr Verständnis gegenüber den Lehrlingen auftreten.
Freundliche Grüße Hans-P. G.

Hallo Herr Müller-Bernhardt,
Ich habe Ihr Buch über einen befreundeten Landschaftsgärtner bekommen. Ich habe sehr viele Parallelen zu meinem Beruf des Dachdeckers gefunden. Dort war ich viele Jahre auch für Ausbildung zuständig. Nun habe ich diesen Teil an einen jüngeren Ausbilder abgegeben.
Ich sehe mich in vielen Passagen von Ihnen „ertappt“ mit meinem damaligen Schimpfen auf die Lehrlinge. Leider hatte ich damals noch keine Sichtweise, wie Sie heute. Vielleicht müssen wir Handwerker als gesamte Generation beginnen, diese heutige Jugend mit ganz anderen Augen zu sehen. Vielleicht müssen wir das gesamte Wirtschaften wie wir es kennen in Frage stellen. Vielleicht müssen wir einen Weg finden, wie wir Regeln finden, die dennoch viel mehr Individualität zulassen. Regeln für eine individuelle Ausbildung haben Sie sicher schon gefunden. Ob diese Regeln für alle Auszubildenden gelten können, weiß ich nicht. Ich weiß aber, daß wir in der Ausbildung ganz dringlich etwas verändern müssen. Anders würden wir keine Veränderung in einem individuellen Berufsleben herstellen können. Vielleich ist Ihr Buch hierzu ein Anstoß.

Freundliche Grüße
H.-J.  

Ich bin gefragt worden, ob es zu meinem Büchlein auch negative Stimmen gibt... Ja ! ... es hat einige Mailkommentare gegeben, die ich in den Bereich "Prepubertären Blödsinn" einorden möchte. z.B. "is ja voll blöd ihr Buch" oder "krieg ich mein Geld zurück"... Aber es gibt auch ein paar wenige Mails wie die folgende. Und genau wegen solchen ewig gestrigen Menschen, die nicht erkannt haben, dass sie längst etwas hätten ändern müssen, die immer noch gedanklich im letzten Jahrtausend zu leben scheinen... genau deshalb habe ich mein Büchlein geschrieben und pflege diese Seite. Dazu noch ein Satz: ..."Wer nicht mit der zeit geht, geht mit der Zeit"...

Guten Tag Herr Müller

Ich bin nun auch endlich mit ihrem kleinen Buch durch. Ich habe es mehrfach beiseitelegen müssen und immer wieder mal neu beginnen müssen. Bei allem Respekt, aber sie können es doch nicht ehrlich meinen, was sie dort geschrieben haben. Ich erkläre mir das nur so, weil die ein studierter Sozialer sind und von Ausbildung nicht viel zu wissen scheinen. Ich will ihnen ja zustimmen, dass in der Ausbildung sich etwas ändern muss, aber das beginnt im Elternhaus und führt über die Schule weiter, die die Kinder nicht mehr auf das Arbeitsleben vorbereitet. Die Jungen Menschen werden immer schlechter in der Leistung und sind auch nicht mehr bereit Leistung zu bringen. Sie wollen immer nur alles haben, aber nichts dafür geben. Zu meiner Zeit war das noch anders. Sicher, meinem Lehrherrn ist schon auch mal die Hand ausgerutscht, was man heute nicht mehr darf, aber geschadet hat es mir damals auch nicht. Mit diesen neumodischen Ausbildungsansätzen erreichen wir doch nichts. Allein so lange zu lernen wie sie wollen, ist  der falsche Weg. Wer die Ausbildung in 3 Jahren nicht schafft, schafft sie auch in 4 Jahren nicht. Den Berufsschulunterricht so zu ändern, wie sie es vorschlagen, würde doch nur zur Folge haben, dass alle Lehrlinge den Unterricht schwänzen. Ich könnte ihnen noch weiter einige Beispiele nennen, die in der Praxis nicht funktionieren. Ich bilde seit 30 Jahren aus und weiß wovon ich rede. Ich werde bestimmt nicht sagen, dass Zucht und Ordnung der richtige Weg ist, aber die jungen Menschen brauchen eine harte Hand und eine klare Führung, damit sie wissen wo es lang geht. Dieses ganze Getue um Arbeitsbedingungen, Arbeitsklima, Arbeitsschutz und Arbeitszeitmodelle geht doch völlig an der Realität vorbei. Wer die Realität nicht erkennt, der hat in dieser Arbeitswelt seinen Beruf verfehlt. So sehe ich das.
Machen sie ihre eigenen Erfahrungen. In 10 Jahren reden wir weiter.

 

Sehr geehrter Herr Müller-Bernhardt
Ich habe mit viel Erwartung Ihr Buch gelesen. Ich hatte von einem Arbeitskollegen von Ihren Ideen gehört und mir Ihr Buch gekauft. Ich sehe in Ihren Ideen sehr viel Potenzial, die Duale-Berufsausbildung generell zu ändern. Nicht nur im Gartenbau sind Ihre Ideen zukunftsweisend, sondern in allen handwerklichen Berufen möchte ich behaupten. Ich habe viele Kontakte auch zu anderen Ausbildungsbetrieben anderer Gewerke (Tischlerei, Dachdeckerei, Trockenbau, Gas-Wasserinstallateure usw.) und auch dort sind Ihre Ideen sicher sehr zukunftsweisend.  Ich bin von Ihrem Buch nicht enttäuscht und kann allen Ihr Buch nur ans Herz legen, die sich mit der Zukunft der Berufsbildung auseinandersetzen.

Guten Tag Herr Müller-Bernhardt,
mutig mutig kann ich nur sagen, was ich da in Ihrem Buch über die zukünftige Ausbildung lese. Ich teile nicht all Ihre Aussagen und bin auch sicher an der einen oder anderen Stelle Ihres Buches anderer Meinung, dennoch haben Sie absolut Recht, wenn Sie schreiben, dass wir etwas Grundlegendes in unserer Ausbildung verändern müssen. Sie haben Recht, wenn Sie sagen, dass wir die Auszubildenden derzeit nicht so ausbilden, dass wir nach drei Jahren auch die Gärtner haben, die wir haben wollen und die wir brauchen.  Wir bilden derzeit gut ausgebildete Hilfsarbeiter aus. Zum Glück gibt es einige Auszubildende, die sich selbst aufgemacht haben, mehr zu lernen, als ihnen vermittelt wird. Wäre dies nicht der Fall, sähe vieles noch viel fataler aus. Ob Ihre Vorstellung jedoch ein gangbarer Weg ist weiß ich nicht. Ich würde mich aber freuen, wenn eine bundesweite Diskussion darüber entstehen könnte.
Freundliche Grüße (Namen habe ich herausgenommen)

Sehr geehrter Herr Müller-Bernhardt, ich beschäftige mich seit nun mehr 6 Jahren mit Auszubildenden und mit Ausbildung. Meine eigene Ausbildung liegt 15 Jahre zurück. In dieser Zeit habe ich 2 Kinder groß gezogen und deren Entwicklung in Gesellschaft und Schule intensiv erlebt, mit allen Höhen und allen Tiefen. Meine Frau und ich haben die Erziehung unserer Kinder sehr gut hinbekommen. Wir hatten dabei drei Schlagworte, die unsere Erziehung leiteten: Vertrauen, Verantwortung und Sicherheit, in unterschiedlicher und wechselnder Priorität. In Ihrem Buch finde ich genau dies als roten Faden. Vertrauen, Verantwortung und Sicherheit.  Vielleicht sollte ich die Ausbildung so gestalten, wie wir die Erziehung unserer Kinder gestaltet haben.
Ich glaube Ihre Sichtweise führt da genau in die richtige Richtung.
Den Auszubildenden
- Sicherheit geben (ich achte auf dich)
– ihnen zu vertrauen (du kannst das schon)
-  Verantwortung geben (du machst das schon)

Was bei unseren Kindern funktioniert, sollte auch bei den Auszubildenden funktionieren. Ich glaube so kommen beide in die Erwachsenenwelt, in die Berufswelt.
Danke für Ihre gedanklichen Impulse

H.Matz

Guten Tag Kollege, ich habe jetzt Ihr Buch auf mich wirken lassen. Ich muß gestehen, daß ich viel darüber nachgedacht habe. Die Veränderungen, die Sie in Ihrem Buch beschreiben, erschienen mir sehr revolutionär. Ich bin mir nicht sicher, ob jemals solch eine Veränderung in der Ausbildung möglich sein wird. Ich habe dann einer Verwandten (Sozialwissenschaftlerin) von Ihren Ideen berichtet. Zugegeben, ich wollte wissen, ob Ihre Meinungen völlig abwegig sind oder ob man sie (Sie) ernst nehmen kann.  Meine Schwägerin ist von Ihren Ideen aber sehr angetan, möchte auch Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Sie findet es sehr bemerkenswert, wie Sie die Jugendlichen verstehen, wie Sie soziologische Veränderungen in Veränderungen von Ausbildung transportieren. Nun bin ich mir sicher, daß ich auch in der Ausbildung etwas verändern möchte und habe dabei Ihre Vorstellungen vor Auge.
F.M.

Guten Tag Herr Müller-Bernhardt

Ich will gar nicht viel über ihr Buch schreiben, nur vielleicht, dass ich der Meinung bin, dass Sie einer der wenigen in unserer Sparte sind, der die jungen Menschen scheinbar wirklich versteht. Ich würde mich freuen, wenn Sie als Dolmetscher der Generationen fungieren könnten.

Danke

Sehr geehrter Herr Müller-Bernhardt,

ich darf mich kurz vorstellen: Mein Name ist (Namen habe ich herausgenommen) und ich komme aus dem Ruhrgebiet. In der Firma, in der ich seit nunmehr 25 Jahren unter anderem die Ausbildung umsetze, bilden wir seit 23 Jahren aus. Ausbildung interessiert mich sehr, weil Ausbildung immer auch Zukunft ist. Unsere Sekretärin machte mich in der GALaBau auf Ihr Buch aufmerksam. Ich habe mir Ihr Buch als E-Book heruntergeladen.  Ich habe mich von Ihnen sehr ertappt gefühlt, als Sie vom „Jammern“ geschrieben haben und fand es aber auch beruhigend, daß Sie  genau die gleichen Probleme haben wie wir.  Von daher schaffte Ihr Buch bei mir Vertrauen. Seit ca. 10 Jahren, vermehrt seit 5-7 Jahren stelle ich immer wieder und verstärkt mit, daß Ausbildung immer schwieriger wird. Weniger motiviert, weniger engagiert, weniger vorgebildet, weniger leistungsbereit scheinen mir die Lehrlinge.  Immer häufiger stelle ich fest, daß Ausbildung mehr Krampf als Vergnügen ist. Auch Fortbildungen und die Umsetzung von verschiedenen Kriterien einer top Ausbildung greifen nicht.  Ich sagte hin und wieder zu unserem Geschäftsführer, daß man versuchen müsste, Ausbildung radikal zu verändern, hatte aber keine Idee wie.
Nun habe ich Ihr Buch gelesen und finde diese radikale Veränderung, die mir sehr durchdacht zu sein scheint.  Die Ausbildung viel mehr in die Hände der Lehrlinge zu legen, ihnen Raum zu lassen, aber auch Leistung abzufordern in einem sehr individuellen persönlichen Rahmen. Das kann der Weg sein. Vielleicht lesen Ihr Buch auch welche, denen auf einer anderen, höheren Ebene Ausbildung wichtig ist und Ideen von der Basis wertschätzen. Das wünsche ich uns allen.

kollegiale Grüße  

Guten Tag, ich habe ihr Buch gelesen und finde ihre Ansätze die Ausbildung zu modernisieren sehr interessant. Eine Rubrik in diesem Buch finde ich besonders interessant uns sehe es als "Schlüssel einer guten Ausbildung". Es ist ihre Aussage, dass in guten Ausbildungsbetrieben die Ausbildung einen besonderen Stellenwert besitzt und eine besondere Haltung gegenüber Ausbildung herrscht. Dies entspricht ist in etwa dem Leitsatz meines Chefs (er hat mir die Ausbildung der Azubis anvertraut) und sagt immer wieder: "Lehrlinge sind wie Diamanten, es liegt in der Kunst des Schleifers, ob daraus ein Brilliant wird". Das ist der Satz, der unsere Haltung zur Ausbildung leitet. Ich kann mir vorstellen, dass sie diesen Leitsatz mit unterschreiben würden. 
Grüße und weiter viel Erfolg auch mit ihrer Internetseite

H. R.

   

Mein Büchlein in der dega GALABAU in der Ausgabe 12/14 in der Buchempfehlung. Toll ... fühlt sich wie ein kleiner Ritterschlag an ... und das zu Weihnachten .... schön

Sehr geehrter Herr Müller-Bernhardt

Mein Name ist (……habe ich gelöscht…) und ich bilde seit nunmehr 15 Jahre in einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb aus. Auch ich habe ähnliche Erfahrungen mit Auszubildenden und Praktikanten gemacht wie Sie. Auch ich habe viel an der jetzigen jungen Generation kritisiert. Ich bin sicher auch an einem Punkt gewesen zu überlegen, ob all die Ausbildungsbemühungen überhaupt noch einen Zweck haben. Richtig gute Auszubildende zu finden ist schwer. Das Bildungsniveau schien mir bei den meisten jungen Menschen so gering, dass eine Möglichkeit der Ausbildung hoffnungslos erschien. Ich hätte mir nicht denken können, dass es hierfür Erklärungen gibt und schon gar nicht glauben können, dass es auch Lösungen gibt. Diese habe ich aber in Ihrem Buch gefunden. Ich merke, dass Sie aus der Praxis kommen, ich merke auch, dass Ihnen die jungen Menschen wichtig sind. Ich finde Ihre Ansätze, wie wir die Ausbildung ändern könnten, hochinteressant, aber auch hochbrisant. Ich würde mich freuen, wenn Ihr Buch Gehör bekäme, gleichzeitig kann ich Ihnen aber auch mitteilen, dass ich doch weiter ausbilden möchte, weil Sie mir aufgezeigt haben, dass nicht unsere jungen Menschen schuld sind, sondern sie Ergebnis der Gesellschaft sind und diese Gesellschaft haben wir ihnen bereitet. Demnach müssen wir ihnen auch die Möglichkeit bereiten, in dieser Gesellschaft eine Zukunft zu geben.
Wenn wir die Ausbildungsrahmenbedingungen so verändern, dass die jungen Menschen darin besser zurecht kommen, dann ist Ihr Buch sicher mehr als nur eine Überlegung wert.
Mit landschaftsgärtnerischen Grüßen

Da habe ich heute Morgen einen schönen Kommentar zu meinem Büchlein erhalten.... und dass ich unbequem bin, das nehme ich gerne als Kompliment an ... Dankeschön an Peter Z.

 


Guten Tag Herr Müller-Bernhard, auch ich habe nun Ihr Buch gelesen und mir selbst Fragen gestellt. Sieht es wirklich so aus wie Sie es beschreiben? Wenn ich kritisch denke, dann komme ich auf ein Ja. Eigentlich möchte ich aber glauben, daß in Ausbildungsfragen fast alles ok ist. Von daher begrüße ich Ihr kritisches Denken, Ihre Weitsicht und Ihr Engagement. Es ist gut zu wissen, daß wir in unseren Reihen einen Kollegen haben, der weiter denkt als bis zur nächsten Bilanz und der sich Sorgen macht über die Ausbildungsbedingungen und ich füge hinzu, Arbeitsbedingungen, im Garten- und Landschaftsbau. Ich bin froh darüber, auch weil Sie unbequem sind.
Grüße aus BW, Peter Z.

Sehr geehrter Herr Müller-Bernhardt, vielen Dank für dieses Buch. Ich habe es mir durchgelesen und empfand es sehr aus meinem Ausbilderherzen gesprochen. Bisweilen die Sprache etwas rauh, aber ehrlich. Der Teil, in dem Sie von der Schule berichten, war mir eigentlich nicht neu. Auch ich habe mich mit der Ursache mangelnder Ausbildungsreife unserer Auszubildenden beschäftigt und kam auf ein ähnliches Ergebnis wie Sie. Die Schlüsse, die Sie daraus ziehen, fand ich zunächst etwas weit von der Praxis entfernt. Bei längerem darüber nachdenken, stelle ich aber dieses überaus große Potenzial fest, was eine individualisierte Ausbildung mit sich bringen würde. Ich glaube, dass es schwer werden wird, diese Ausbildungsideen 1:1 umzusetzen, ich sehe die Notwendigkeit die Ausbildung strukturell und grundsätzlich zu verändern, jedoch genauso wie Sie. Ich stimme Ihnen zu, wenn Sie behaupten, dass wir keine Antwort darauf haben, wie die Ausbildung im Jahr 2025 aussehen soll. So wie derzeit, kann sie nichts aussehen. Von daher finde ich Ihr Buch als ein Richtungsvorgabe wohin die Reise gehen kann, als einen großen und vor allem nachvollziehbaren Beitrag. Vielen Dank für soviel Mut und Bereitschaft in die Offensive zu gehen. 
kollegiale Grüße

Hans-Werner  

Auch eine tolle Art einen Kommentar zu erstellen, Das Buchcover ein wenig gepimpt. Dankeschön Markus

Ernst Fluche, https://www.facebook.com/ernst.fluche?fref=nf

in : https://www.facebook.com/groups/galabaukompakt/?fref=ts

Hier die versprochene Buchbesprechung:
Tempora mutantur, nos et mutamur in illis = „Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns in ihnen“
Unaufdringlich kommt es daher. Das Büchlein. Der Eyecatcher besteht lediglich aus dem Titel und aus einer Schlagwortwolke (engl. Tagcloud). So vermittelt es schon optisch um welche Zielgruppe es in dem Buch geht. Es geht um junge Menschen die als Wandler zwischen der virtuellen und der analogen Welt die Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau absolvieren, die Millenials.
Pädagogischen Grundsätzen folgend, holt der Autor Müller-Bernhardt den Leser dort ab, wo er meistens steht. Im Jammertal. Auch der Autor jammert mit. Die ersten 44 Seiten zumindest. Er jammert mit den Ausbildern gleichermaßen wie mit den Azubis und zeigt für die Parteien Verständnis. Dabei bleibt er aber nicht. Während der Wanderung durch die Niederungen des Lamentierens hält er dem ausbildenden Personal wie den Azubis gleichermaßen den Spiegel vor die Nase um die Ursachen von Missverständnissen, Versuch und Irrtum in der Ausbildung aufzuzeigen. Sein Fazit lautet: Lebenswelten (mit ihren Werten, Erwartungen und Vorstellungen) treffen aufeinander, die jeweils eine komplett unterschiedliche Sprache sprechen. Und spätestens hier ist Aufmerksamkeit angebracht, denn der Autor unternimmt einen Ausflug in das Fachgebiet der Soziologie. In einem kurzen Exkurs zeigt er die Abhängigkeit des Handelns der Akteure von ihrer sozialen Herkunft, den Milieus. Dies wird natürlich in dem Unterrichtsfach Berufs- und Arbeitspädagogik in den Meister- und Technikerschule selten gelehrt, ist jedoch nach Meinung des Autors ein wesentlicher Faktor, der den Erfolg einer Ausbildung bestimmt. Müller-Bernhardt verliert sich dabei jedoch nicht in wissenschaftlichen Details, sondern erläutert anhand von einigen Erfahrungen und Beispielen den soziologischen Sachverhalt. Natürlich geraten die allgemeinbildende Regelschule und das Duale System ins Kreuzfeuer der Kritik. Diese sind, wie immer, Ursache für den Status quo der Ausbildungssituation. In verständlichen Worten stellt Müller-Bernhardt diese Systeme in Frage und stellt eindrucksvoll dar, wie die formalen Bildungssysteme die Individuen prägen. Spätestens hier erwartet der Leser schallende Ohrfeigen. Weit gefehlt. Der Autor verzichtet gänzlich auf provokante Polemik. Zwischen den Zeilen lässt sich zwar erkennen, dass Müller-Bernhardt jetzt gern lospoltern würde, dennoch übt er sich in sprachlicher Disziplin. Er polarisiert nicht, sondern weckt Verständnis für die jetzige Situation.
Und er zeigt im zweiten Teil des „Büchleins“ den Lösungsweg: Wertschätzung und alles was dazu gehört! Anhand gut gewählter Instrumente eröffnet der Autor Möglichkeiten um den Wertschätzungsprozess in der Ausbildung zu fördern und damit den Rahmen für ein jugendgerechtes Lernen zu ermöglichen. „Kleine“ Veränderungen und Maßnahmen im Betrieb sind beispielhaft dargestellt und hilfreich… und machen auch vor einer Modularisierung der Ausbildung nicht Halt.
Das Buch „Ausbildungs-(r)Evolution – Die Vision einer Ausbildung von Millenials im Garten- und Landschaftsbau 2.0“ von Pirmin Müller-Bernhardt ist eine Einsteigerbuch in die komplexe Materie der modernen Berufspädagogik. Es ist ein lesenwertes Buch für Auszubildende und Ausbilder gleichermaßen. Verständlich geschrieben und nicht polarisierend. Der Autor sucht den Konsens und die (Weiter)Entwicklung. Eine Revolution wird es nicht geben. Dennoch ist es ein weiterer Tropfen auf den Stein der tradierten Vorstellung von Ausbildung. Und von diesen Tropfen benötigt die moderne Ausbildung viele.

 

 

Oh ha --- eine sehr interessante Mail habe ich da heute bekommen. Besonders im letzten Teil ... huch :-) Ich habe dennoch den Namen des Lehrers gegelassen... ich glaube das ist im lieber :-) 

Guten Tag Herr Müller-Bernhardt, ich habe mir Ihr Buch durchgelesen und muss Ihnen gestehen, dass ich als Lehrer in einer Berufsschule in dem Part „Duales Ausbildungssystem ff“ Ihre Ideen zunächst als „völlig absurd“ empfunden habe. Anschließend legte ich das Buch beiseite. Dennoch ließ mir der Gedanke, Ihr Gedanke keine Ruhe und grübelte darüber nach. Mittlerweile bin ich von dem Gedanke sehr angetan. Flexibilität in der Ausgestaltung eines Unterrichts als Seminares nach eigenen persönlichen Schwerpunkten und vorgegebenen Lernzielen, die die Auszubildenden selbst definieren. Ich stelle mir für mich eine Mischung aus Frontalunterricht als Einstimmung auf das Seminarthema vor, mit anschließender Umsetzung der Leittextmethode zum geleiteten Selbsterarbeiten durch die Auszubildenden. Auch den Gedanken, dass die Auszubildenden einerseits ihre Prüfungsaufgaben selbst wählen dürfen, andererseits aber auch bestehen müssen, und „Scheine“ erreichen müssen, finde ich sehr gut. Kurzum, Ihre Ideen gefallen mir immer besser. Denn in der Umsetzung dieser Ideen, vermitteln sich nicht nur Fachkenntnisse, sondern auch Qualifikationen, die allgemein als Schlüsselqualifikationen verstanden,  auch gefordert, aber nicht ausreichend vermittelt werden. Es sind Qualifikationen wie Verantwortungsbewusstsein, Fähigkeit zu strukturieren, Kenntnisse Probleme zu erkennen und selbst beheben zu können, Disziplin, Zeitmanagement und so weiter.
Leider haben Sie nur in einem kleinen Nebensatz Ihre eigenen Bedenken dazu geschildert. Es sind die Bedenken, ob Lehrer in solchen Strukturen arbeiten können. Ich selbst bin da sehr kritisch, mit mir und meinen Kollegen. So viel Freiheit und Verantwortung sind wir nicht gewohnt.
Ich würde mir wünschen, wenn Sie Ihre Ideen zur strukturellen Veränderung von Berufsschulen noch konkreter beschreiben könnten, um mir und sicher auch meinen Kollegen die Vorzüge und Vorteile einer strukturellen Veränderung transparenter zu machen.  Dass sich etwas ändern muss, dessen bin ich mir bewusst. Sie geben eine für mich sehr innovative Richtung vor, die ich gerne gehen würde.

Mit freundlichen Grüßen

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